Berlin, 30.11.2021

die Corona-Pandemie lässt uns offenbar noch nicht aus ihren Fängen. Die Alarmrufe aus den Intensivstationen der Kliniken und die täglichen Inzidenzwerte sprechen eine deutliche Sprache. Wir als Senioren-Union fordern ständig und nachdrücklich zu höherer Impfbeteiligung und zur beschleunigten sog. Booster-Impfung auf.
Aktuell gelten unsere Appelle der Einführung einer berufs- und einrichtungsbezogenen Impfpflicht, sehen aber auch, dass in weiten Kreisen der Bevölkerung die Einsicht wächst, eine solche Pflicht auf die Allgemeinheit auszudehnen. Die Politik ist aufgefordert hierzu in kürzester Zeit Entscheidungen zu treffen. Jedes Zögern und Vertagen kostet Menschenleben. Die zahlreichen Infektionen und die vielen Todesfälle erfordern unverzügliches Handeln. Weder die geschäftsführende Regierung noch die über eine „Ampel“ verhandelnden Koalitionäre dürfen darüber zur Tagesordnung übergehen.
Wir selbst können durch striktes Einhalten aller gebotenen Einschränkungen und Hygienevorschriften dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Tun wir, was wir können.



 

Was steht auf der Agenda von Helge Braun? Welche Themen würde Friedrich Merz als CDU-Vorsitzender angehen? Und welche Vorstellungen hat Norbert Röttgen für die Zukunft der Partei? In drei CDU Live-Formaten haben die Kandidaten in den letzten Tagen jeweils einzeln auf die Fragen der Mitglieder geantwortet. Noch einmal – am 1. Dezember – treffen alle drei Kandidaten im CDU-eigenen Townhall-Format vor Publikum direkt aufeinander. Die jetzt beschlossene Befragung der CDU-Mitglieder zu der Entscheidung über eine bzw. einen Bundesvorsitzende/n stellt eine große Herausforderung dar. Die Mitwirkung der Basis überzeugt nur dann, wenn diese sich in einer wirklich hohen Beteiligung ausdrückt.
Wir haben die große Chance, uns mit einer überragenden Teilnehmerzahl als die Volkspartei unter Beweis zu stellen. Eine hohe Beteiligung muss die Motivation und den Zusammenhalt der 400 000 Unionsmitglieder zeigen.
Alle CDU-Mitglieder haben mittlerweile Post aus Berlin mit ausführlichen Informationen zum Ablauf bekommen. Die Senioren-Union hat sich in den letzten Tagen mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass die Teilnahme der Befragung wesentlich vereinfacht wird:
Es gilt jetzt, dass Mitglieder, die sich bis Fristende nicht angemeldet haben, die Abstimmungsunterlagen dennoch direkt an die in der zentralen Mitgliederdatei hinterlegte Postanschrift zugesendet erhalten.


 
 
 

Bei der Bundesgeschäftsstelle ist eine Hotline eingerichtet worden, die bei Unklarheiten Rede und Antwort steht.

 

Ältere in Deutschland werden immer dicker

Deutschlands Senioren werden immer dicker - vor allem in den östlichen Bundesländern sind in den letzten Jahren mehr Menschen von Fettleibigkeit betroffen als im Westen. Nach einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung waren zuletzt 12,9 Prozent der Männer zwischen 80 und 89 Jahren in Deutschland und 14,8 Prozent der Frauen in diesem Alter fettleibig: doppelt so viele wie in der Versorgungsstudie im Jahr 2009. Bei allen gesetzlich Krankenversicherten stieg die Quote der Menschen mit Adipositas (Fettleibigkeit) immerhin von 9,2 auf 11,2 Prozent.
Wann ist man adipös? Laut Weltgesundheitsbehörde gelten Menschen bereits als fettleibig, wenn der „Body-Mass-Index“ (BMI) mehr als 30 beträgt. Den BMI erhält man, wenn man sein Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilt. Mit schweren gesundheitlichen Problemen ist mit einem BMI Grad III (40 Punkte) zu rechnen: Oftmals leiden die Betroffenen an Bluthochdruck, Atemnot, erhöhtem Herzinfarktrisiko, Diabetes und Gelenkbeschwerden.

Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil an Fettgewebe und der Anteil der Muskeln sinkt. Nährstoffe und Fette werden vom älteren Körper schlechter abgebaut - damit steigt natürlich das Körperfett.
Der hohe Leidensdruck der betroffenen Senioren wird zunehmend zum Problem, gleichzeitig fallen natürlich auch die medizinischen Versorgungskosten für diese adipösen Patienten ins Gewicht. Es ist folglich wichtig, eine starke Fettleibigkeit zu behandeln und mit dem Arzt einen Diätplan aufzustellen. Der beste Schutz vor Adipositas sind eine gesunde Ernährung und tägliche, altersgerechte Bewegung.

Mediziner empfehlen regelmäßige Spaziergänge, leichte Gymnastikübungen und gelenkschonendes Schwimmen. Natürlich muss auch die Ernährung angepasst werden. Die Hälfte der Mahlzeit sollte aus Sicht von Experten aus Gemüse bestehen, ein Viertel aus magerem Fleisch oder Fisch und ein Viertel darf Sättigungsbeilage sein. Vor allem gesunde Fette in Fischprodukten helfen beim Abnehmen. Einen Hinweis geben Diabetologen den Senioren mit auf den Weg: Vermeiden Sie Fertigprodukte, kochen Sie gesund!


Wilfried Goebels




 

 
 
 
Bundespräsident eröffnete den 13. Deutschen Seniorentag

„Es gab und gibt ein ungeahntes Maß an Solidarität in dieser Zeit der Pandemie, gerade von Älteren. Dafür, und für die Verantwortung, die Sie, die Älteren auf sich genommen haben, möchte ich Ihnen ganz herzlich danken", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, digital zugeschaltet, im Rahmen seiner Festrede zur Eröffnung des 13. Deutschen Seniorentages. „Ich weiß, wie hart die Pandemie viele Ältere getroffen hat, wie viel Leid und Leiden sie verursacht hat. Isolation, Einsamkeit, das einsame Sterben. Dazu darf es nicht noch einmal kommen. Wir müssen das verhindern! Und wir können das verhindern!“ Mit Blick auf das Motto des 13. Deutschen Seniorentages „Wir. Alle. Zusammen.“ führte er weiter aus: „Die wichtigste Lehre aus der Pandemie ist für mich, wie verletzlich wir als Menschen sind und wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.“

An der Eröffnungsveranstaltung ohne Publikum im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum (HCC), die im Live-Stream übertragen wurde, nahmen der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Juliane Seiffert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Belit Onay sowie der Regionspräsident der Region Hannover Steffen Krach teil. In seinem Grußwort betonte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil die Unverzichtbarkeit des Engagements der älteren Menschen.
 
Online statt Präsenz
 
Bis zum 26. November fanden an die 100 Veranstaltungen rund um gutes Älterwerden unter www.deutscher-seniorentag.de digital statt. Die BAGSO hatte entschieden, aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen auf eine Präsenz-Veranstaltung zu verzichten. Geplant waren 150 Einzelveranstaltungen und eine Messe auf 6.000 Quadratmetern. „Wir haben um jede Chance gerungen. Die Vernunft hat gesiegt: Präsenz in diesem Umfang geht nicht. Aber die Vernunft sagt auch: Resignieren dürfen und müssen wir nicht.“, sagte der BAGSO-Vorsitzende. Daher hatte die BAGSO gemeinsam mit ihren 125 Mitgliederverbänden viele Veranstaltungen ins digitale Format umgewandelt.
 
Leider konnte sich neben vielen anderen Organisationen und Verbänden auch die Senioren-Union mit dem Landesverband Niedersachsen und dem vorgesehenen Programm nicht präsentieren.




 
"Wir. Alle. Zusammen." – Für eine solidarische Gesellschaft

BAGSO veröffentlicht auf dem 13. Deutschen Seniorentag Hannoversche Erklärung
 
Die älteren Generationen wollen sich mitverantwortlich an der Lösung der anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen beteiligen. Das ist die zentrale Botschaft der „Hannoverschen Erklärung“, die die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit ihren 125 Mitgliedsverbänden zum 13. Deutschen Seniorentag veröffentlicht hat. Neben einem klaren Bekenntnis zum Klimaschutz und zum Erhalt der Lebensgrundlagen als Aufgabe aller Generationen gelte es, mehr Gerechtigkeit zu schaffen. „Wir Älteren und Alten wollen unsere vielfältigen Erfahrungen in die Gestaltung einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft einbringen und unseren Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft leisten“, heißt es in der Erklärung. Die zunehmende gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt wird von den BAGSO-Verbänden als Bereicherung und als Herausforderung beschrieben. Sie erfordere es, das Gemeinsame und Verbindende zu suchen. „Wir werden mit Zuversicht und gegenseitigem Vertrauen weiter an einer Gesellschaft arbeiten, die allen gleiche Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten einräumt, egal zu welcher Generation oder sozialen Gruppe sie gehören“, so die Erklärung.
 
Link zum vollständigen Text der „Hannoverschen Erklärung“




 
Hinschauen und das Schweigen brechen
Von Gewalt betroffene Frauen brauchen Hilfe

Am 25. November anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen hat Dr. Anja Weisgerber, geschäftsführende Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt:
„Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. In Deutschland ist ein Drittel aller Frauen von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen, jede vierte Frau erlebt Gewalt in ihrer Partnerschaft, zwei von drei Frauen erleben sexuelle Belästigung und 42 Prozent aller Frauen erleben psychische Gewalt. Das sind erschreckende Zahlen!

Damit betroffene Frauen schnell, unbürokratisch und anonym Hilfe finden, wurde das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen eingerichtet. Die Hotline ist unter 0800 116 016 rund um die Uhr in 17 Sprachen erreichbar.
Es ist erschreckend, dass so ein Angebot nötig ist. Die Zahlen belegen jedoch eindeutig den Bedarf. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Situation für viele Betroffene noch verschärft. Deshalb müssen wir das Schweigen brechen!

Bild: Salvadore Brandt




 
Rentensystem langfristig in den Blick nehmen
Gesetzliche Rente sowie die private und betriebliche Altersvorsorge weiterentwickeln
 
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hermann Gröhe zum Rentenversicherungsbericht 2021.
 

„Die Pandemie hat weltweit und auch in Deutschland zu Einbrüchen der Wirtschaftsleistung geführt. Die gesetzliche Rentenversicherung aber hat die Pandemie bislang sehr gut überstanden. Erfreulich ist, dass wir bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 3,7 % verzeichnen können.
 
Bis zum Jahr 2025 wird das Rentenniveau die Halteline von 48 % netto vor Steuern nicht unterschreiten, und zugleich wird der Beitragssatz bis zum Jahr 2025 nicht über 20 % steigen.

Die doppelte Haltelinie, die wir als unionsgeführte Regierungskoalition mit der Rentengarantie bis 2025 gesetzlich verankert haben, musste daher nicht zur Anwendung kommen. Das ist eine gute Nachricht.
 
Allerdings zeigt der Bericht auch auf, dass nach den Vorausberechnungen schon 2030 sowohl beim Beitragssatz als auch beim Rentenniveau die Haltelinien jeweils überschritten werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin das System der Altersversorgung langfristig in den Blick nehmen und dabei alle Stellschrauben überprüfen.
 
In drei Bereichen sehen wir dringenden Handlungsbedarf: der Altersabsicherung der Selbständigen, der Attraktivität der zusätzlichen privaten Altersvorsorge und der weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge.“

Foto: Jan Kopetzky



Übrigens..
 

 
 
Unser neues Mitgliedermagazin „alt&jung“ erscheint dieser Tage.
Jetzt schon lesbar auf unseren Internetseiten über
https://w w w. senioren-union. de/mitgliedermagazin
 

Wortmeldung

Senioren wollen Themen wie Gesundheit, Pflege und Sicherheit stärker in die aktuelle politische Diskussion einbringen.
Mit dieser Thematik hat sich der Landesvorsitzende der Senioren-Union in Rheinland-Pfalz, Sanitätsrat Dr. Fred-Holger Ludwig in einem Blogbeitrag zu Wort gemeldet.


Zeit zum Handeln

Der Bundesvorstand der Senioren-Union der CDU Deutschlands hat sich mit der erneut aufgeflammten COVID-19-Pandemie befasst und die vehement ansteigenden Infektionen und Belegungszahlen auf den Intensivstationen mit großer Anteilnahme und Betroffenheit zur Kenntnis nehmen müssen.

Corona-Tod in Alten- und Pflegeheimen nicht hinnehmen.

Tagtäglich neue Rekordzahlen von Neuinfektionen, in der letzten Oktoberwoche 93 Tote in 122 Alten- und Pflegeheimen. Das sind erschreckende und bittere Zahlen, über die man nicht zur Tagesordnung übergehen darf.
Wenn die Statistik nachweist, dass in der ersten und zweiten Welle in den Alten- und Pflegeheimen mindestens 29 000 Corona-Tote zu beklagen waren, und gleichzeitig gemeldet wird, dass noch heute in den Einrichtungen teilweise nur die Hälfte des Personals gegen Corona geimpft ist, dann müssen die Alarmglocken schrillen. Eine solche Zahl an Todesopfern allein unter den Älteren darf es in einer nächsten Welle nicht wieder geben.
 
Datenschutz darf nicht wichtiger sein als Menschenleben
 
Dabei ist absolut unverständlich, ja fast strafbar, dass offenbar niemand wisse oder wissen darf, ob und wie viel Personal in den Heimen gegen den Virus geimpft ist. Wenn das so ist, dann stimmt etwas nicht: Datenschutz darf nicht wichtiger sein als Menschenleben.
Die übergroße Mehrzahl des ärztlichen und pflegenden Personals ist sich der ganz besonderen Verantwortung bewusst und weiß sich dem Ethos des Berufes verpflichtet. Darum gilt der Dank allen, die sich Tag und Nacht dieser aufopferungsvollen Aufgabe mit vollem Einsatz aller Kräfte – und darüber hinaus – hingeben.
Aber es gilt auch: Wer sich in solch verantwortungsvoller Aufgabe ohne vernünftigen Grund einer Impfung verweigert, handelt unsolidarisch und erhöht die Gefahren für sich und insbesondere für die anvertrauten Patienten und Bewohner.
 
Abwarten oder Ausweichen heißt Menschenleben aufs Spiel setzen.

Da offensichtlich alle Überzeugungsarbeit, alle Appelle, alle Aufrufe und Angebote bei den Impfverweigerern keinen Erfolg haben, ist es folgerichtig, eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Tätigkeitsbereiche zu fordern. Die Politik darf einer solchen Diskussion und möglicherweise unpopulären Entscheidungen nicht aus dem Weg gehen.
 
Jetzt aus taktischen oder parteipolitischen Gründen auszuweichen oder zu verzögern, heißt Menschenleben aufs Spiel zu setzen und weitere vermeidbare Todesopfer in Kauf zu nehmen.


Claus Bernhold


Zu guter Letzt….und damit wir wissen, was auf uns zukommt,
hier ein Link zu einem Angebot der TAGESSCHAU
 
https://w w w. tagesschau. de/koalitionsvertrag-147. pdf