Berlin, 30.09.2021


Zum Internationalen Tag der älteren Menschen
 

unser aller Leben wird in immer größerem Maße von der Digitalisierung erfasst. Besonders für die ältere Generation eröffnen sich viele neue Möglichkeiten des sozialen Austauschs und der gesellschaftlichen Teilhabe. Diese Möglichkeiten müssen die Älteren noch intensiver nutzen als bisher. Insofern begrüßt die Senioren-Union der CDU Deutschlands, dass sich der Internationale Tag der älteren Menschen am 1. Oktober dem Thema Digitalisierung widmet. Die Senioren-Union befürwortet des Weiteren, dass die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) die digitalen Fähigkeiten der älteren Generation mit dem „DigitalPakt Alter“ stärken will.

 

Die Digitalisierung ist eine essenzielle Triebkraft für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Ältere Menschen dürfen nicht vom Zugang zur fortschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Bedeutung neuer Technologien abgeschnitten werden! Die Digitalisierung ist eine wesentliche Gestalterin vieler Lebensbereiche. Deshalb muss die digitale Kompetenz der älteren Generation kon-sequent gefördert werden, denn lebenslanges Lernen und Weiterbildung sind Grundrechte der Älteren.

Die Senioren-Union der CDU Deutschlands hat bereits bei ihrer 18. Bundesdelegiertenversammlung am 30. August 2021 der großen Bedeutung der Digitalisierung Rechnung getragen und in ihrem Leitantrag „Zukunft braucht Erfahrung – gemeinsam für ein starkes Deutschland in Europa“ beschlossen, dass die Fortschritte, die mit der Digitalisierung verbunden sind, den Menschen in Deutschland vollumfänglich unabhängig vom Alter zur Verfügung stehen müssen. Die Selbstbestimmung des eigenen Lebens ist für die Älteren ein hohes Gut. Hier kann die Digitalisierung wertvolle Hilfe leisten. Aus diesem Grund plädiert die Senioren-Union dafür, den Breitband-Internetzugang weiter auszubauen und E-Learning-Angebote für Seniorinnen und Senioren zu fördern.
 
Es ist eine drängende Zukunftsaufgabe der kommenden Bundesregierung, die Digitalisierung voranzutreiben und dabei dafür zu sorgen, dass die Älteren nicht vom digitalen Fortschritt ausgeschlossen werden. Die Senioren-Union wird deshalb auch weiterhin den engen Austausch mit politischen Akteuren und gesellschaftlichen Partnern aufrechterhalten, um für die digitale Teilhabe der Seniorinnen und Senioren zu kämpfen.
 
Berlin, 1. Oktober 2021



 

Quelle: https://www.bfb-barrierefrei-bauen.de/barrierefreiheit-immobilienbewertung/
Vor allem Eigenheime oft nicht barrierearm

Knapp 80 Prozent der über 65-jährigen Mieter fühlen sich nach aktuellen Umfragen wohl in ihrem Zuhause. Das Problem: Jeder zweite der rund 10,3 Millionen Seniorenhaushalte in Deutschland lebt nicht barrierefrei - oder wenigstens barrierearm. Dabei wohnen laut einer Studie des Forschungsinstituts Empirica Mieter sogar öfter in altersgerechten Wohnungen als Hausbesitzer. Eigentümer sparen sich oft nach jahrzehntelangem Wohnen die fällige Investition in die Beseitigung von Schwellen in Eingängen, Bädern und Wohnräumen. Oft sind für Rollstuhlfahrer auch Lichtschalter oder Türdrücker kaum erreichbar. Empirica-Geschäftsführer Reiner Braun sieht deshalb gerade im eigenen Haus „einen erhöhten Bedarf an barrieresenkenden Maßnahmen“.

Experten weisen darauf hin, dass in einer alternden Gesellschaft Mobilität nur mit Barrierefreiheit möglich ist. Die leichte, einfache Zugänglichkeit des Wohnraums ist auch aus finanziellen Gründen zwingend notwendig. Das Pestel-Institut mahnt, dass ohne den drastischen Aus- und Neubau von barrierefreien Wohnungen mehr Senioren ins Pflegeheim ziehen müssten - und das würde auch volkswirtschaftlich teuer. Für die Industriegewerkschaft Bau droht längst ein Anstieg der „grauen Wohnungsnot“. Da die geburtenstarken Jahrgänge vermehrt ins Rentenalter kommen, werde sich das Fehlen von derzeit 2,3 Millionen altengerechten Seniorenwohnungen weiter zuspitzen.

Für die Gewerkschaft gibt es nur einen Ausweg: Die Wohnungsbaukonzerne sollen jede 5. freiwerdende Wohnung altersgerecht umbauen. Hausbesitzer und Mieter können nach einer Checkliste des Bundesfamilienministeriums leicht prüfen, ob die eigene Wohnung altengerecht ist. Hier einige Kriterien:

  • Ist die Wohnung ohne Stufen und Schwellen erreichbar?
  • Gibt es im Treppenhaus beidseitig Haltegriffe?
  • Hat das Bad eine ebenerdige Dusche und Haltegriffe?
  • Kann man vor dem Waschtisch bequem sitzen und in den Spiegel sehen?
  • Haben die Türen eine Breite von 90 cm, damit sie mit Rollator und Rollstuhl passiert werden?
  • Hat die Küche eine Sitzgelegenheit?
  • Sind die Teppiche rutschfest verlegt?

Wilfried Goebels



Trotz einer Aufholjagd am Ende des Wahlkampfs: Es hat nicht gereicht zu Platz 1 für die Union. Bei der Pressekonferenz einen Tag nach der der Bundestagswahl 2021 hat der CDU-Vorsitzende Armin Laschet das Ergebnis eingeordnet. „Mit einem Ergebnis von unter 30 Prozent können, dürfen und werden wir nicht zufrieden sein. Das ist nicht unser Anspruch als Volkspartei.“ Nach den Sitzungen der Parteigremien machte Armin Laschet klar: Das Ergebnis ist eine schmerzhafte Niederlage für die Union.
 
Mögliche Gespräche
Aus dem Wahlergebnis ergebe sich kein klarer Regierungsanspruch für die Union, so Laschet. Das gleiche gelte auch für die SPD. Der Wahlkampf sei vorbei – jetzt sei die Zeit für Gespräche zwischen möglichen Partnern. CDU und CSU stehen für konstruktive Gespräche über ein Bündnis mit den Grünen und der FDP bereit. Koalitionen seien nicht nur eine Frage der Arithmetik, sondern es gehe auch darum, Gegensätze zu überwinden und ein gutes gemeinsames Projekt für die nächsten vier Jahre zu entwickeln, so Laschet. In einer solchen Koalition müsse sich jeder wiederfinden: „Es muss ein politisches Projekt sein, in dem alle den Willen haben, etwas Positives für das Land zu gestalten.“
 
Ziemiak: Umfassende Wahlanalyse
Generalsekretär Paul Ziemiak kündigte eine umfassende Wahlanalyse an, an der alle Ebenen der Partei beteiligt werden sollen. „Eine Aufarbeitung kann nicht nur allein durch die Gremien erfolgen. Wir müssen die Basis einbinden und werden eine klare, offene Analyse vornehmen.“ Besonders habe ihn das Abschneiden der Union in den ostdeutschen Bundesländern getroffen. „Die Frage, wie die CDU im Osten aufgestellt ist, ist von großer Bedeutung.“ Die Beratungen der Gremien seien geprägt gewesen „von Selbstkritik – aber auch von großer staatspolitischer Verantwortung für unser Land.“



Wahlverhalten nach Altersgruppen
 

Die Union erzielte bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 das beste Ergebnis bei den über 70-Jährigen mit 38 Prozent. Im Vergleich zur vorherigen Wahl 2017 verlor die Union in dieser Altersgruppe jedoch 7 Prozentpunkte an Unterstützung.

Quellen: Konrad-Adenauer-Stiftung, Monitor Wahl- und Sozialforschung, Infratest dimap
 
Bei den unter 25-Jährigen liegt die Union mit 10 Prozent nur auf Platz 4 hinter den Grünen, der FDP und der SPD. Bei den unter 35-Jährigen sowie bei den 35-44-Jährigen verzeichnet die Union überdurchschnittlich hohe Verluste.
 
Ebenfalls verliert die Union bei Frauen überdurchschnittlich. Vor allem in der Gruppe der für die Senioren-Union relevanten Gruppe der über 60-Jährigen Frauen deutet sich ein überdurchschnittlicher Verlust an.
 
Die SPD erzielt wie die Union vor allem bei älteren Wählerinnen und Wählern bessere Ergebnisse als bei jüngeren. Sie verzeichnet bei den über 60-Jährigen hohe Gewinne. Besonders bei den über 60-Jährigen Frauen kann die SPD überdurchschnittlich hinzugewinnen.
 
Die Grünen schneiden besonders gut bei jüngeren Wählerinnen und Wählern ab und hier vor allem unter jüngeren Frauen. Unter den über 60-Jährigen erzielen die Grünen hingegen ein deutlich unterdurchschnittliches Ergebnis.
 
Die FDP erzielt bei jüngeren Wählerinnen und Wählern überdurchschnittlich hohe Zustimmung. Bei den über 60-Jährigen muss sie leichte Verluste hinnehmen.
 
Die AfD erhält in den mittleren Altersgruppen, vor allem bei Männern mittleren Alters, überdurchschnittlich viel Zustimmung. Bei den über 60-Jährigen erhält die AfD deutlich weniger Zuspruch als bei den unter 60-Jährigen.