30. November 2018
G20-Gipfel in Buenos Aires: Ein wichtiges Signal für die Bedeutung des Multilateralismus
 
Heute am 30. November 2018 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der zwanzig führenden Wirtschaftsräume zum gemeinsamen G20-Gipfeltreffen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Beim jährlichen Gipfeltreffen sollen Schlüsselthemen wie die Lage der Weltwirtschaft, die Zukunft des Arbeitsmarktes, Klimawandel und der gemeinsame Handel diskutiert werden. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen gegenwärtig der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China und die damit verbundene Verhängung von Strafzöllen sowie der Konflikt in der Ukraine. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Abend in Buenos Airs eintreffen.
 
Meine Meinung
 
Der G20-Gipfel kommt zur richtigen Zeit. Ein solches Format zwischen Regierungschefs der zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt ist notwendiger denn je. Die Möglichkeit des direkten Dialogs, sowohl auf dem Gipfel, als auch am Rande haben schon immer einen Raum geboten Lösungen und Kompromisse für die schwierigen Fragen im Bereich Wirtschaft, Handel, aber auch für außen- und sicherheitspolitische Themen zu liefern. Jetzt heißt es Zeichen setzen! Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China und die Verhängung milliardenschwerer Einfuhrzölle haben international zu Verunsicherung geführt. Gerade in so hitzigen Debatten braucht es Stimmen der Mäßigung, die Gehör finden. Die Herangehensweise von Angela Merkel, die Probleme sachlich im Ton, verbindlich in der Sache und im vernünftigen Gespräch miteinander zu lösen, verschafft unserem Land nach wie vor enormes Gewicht.
 
Das ist gut, denn auch für Deutschland stehen auf dem G20-Gipfel wichtige Themen auf der Tagesordnung. Die Vermeidung von Strafzöllen auf deutsche und europäische Autos und die Entschärfung der Krise in der Ukraine brauchen jetzt nachhaltige Lösungsansätze. Umso wichtiger ist es nun, dass die EU-Staaten innerhalb des G20-Gipfels mit einer Stimme sprechen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Friedensprojekt der Europäischen Union ist eines der deutlichsten Signale, dass Multilateralismus zum Wohle aller funktioniert. Wer in Zeiten der Globalisierung, in der wir alle näher zusammenwachsen auf Protektionismus und Abschottung setzt, vergibt freiwillig die Chancen unserer Zeit. An dieser Lehre führt kein Weg vorbei.
 
Der Multilateralismus erlebt im Augenblick eine schwere Zeit. Daher müssen wir jetzt zeigen, dass wir nicht denjenigen Kräften das Feld überlassen werden, die freien Handeln und Dialog geringschätzen sowie verbindliche Regeln der internationalen Gemeinschaft ignorieren. Gerade wirtschaftlich spüren bereits einige Staaten, dass eine Wirtschaftspolitik, die auf „Ich zuerst!“ setzt, negative Folgen für das eigene Wachstum bedeuten kann. Beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 haben sich alle Teilnehmer zum internationalen Handel und internationalen Investitionen als Triebfeder des gemeinsamen Fortschritts bekannt. Diesen Weg müssen wir gemeinsam ambitioniert und pragmatisch fortsetzen. Dieses Bekenntnis brauchen wir jetzt 2018 in Buenos Aires erneut.
 
 
 
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 1. Advent!
 
 
 
Ihr
 

Johann Wadephul

 
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