Berlin, 19.09.2021
zum Start des Neuen Jahres, welches wir mit guten Gedanken beginnen wollen, passt der „Newsletter“ der Senioren-Union, der diesmal am Anfang des Monats erscheint.

Natürlich erfordert trotz gesundem Optimismus das Thema „Corona“ weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit. „Die Impfung ist die einzige Chance“, so sieht es der Hamburger Arzt Dirk Heinrich, der seit vergangener Woche mit einem mobilen Impfteams in Senio-renheimen unterwegs ist. Nur die Impfung sei aus seiner Sicht die alleinige Möglichkeit, die Corona-Krise 2021 in den Griff zu bekommen und das ginge auch nur, wenn alle mitarbeiten und sich viele impfen lassen, schreibt er in der „F.A.Z.“

Seien wir froh, dass die bislang einmalige und größte Impfaktion in Deutschland angelaufen ist. Es bleibt zu hoffen, dass der Zulauf der Impfstoffe in dem erforderlichen Umfang gelingt und dass es auch bei den Terminvereinbarungen in den Impfzentren schnellstmöglich bessere und praktikablere Lösungen gibt. Gerade die Älteren darf man bei den erforderlichen Anmeldungen nicht allein lassen.
Auch mit den aktuell eingeschränkten Möglichkeiten geht die Arbeit der Senioren-Union auf allen Ebenen weiter. Es ist beeindruckend zu sehen, wie einfallsreich und kreativ in den Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden zu Werke gegangen wird. Aus der Bundesgeschäftsstelle leisten wir dabei gerne Hilfestellung.


 

Prof. Dr. Otto Wulff
Bundesvorsitzender Senioren-Union der CDU Deutschlands
 



Deutschland hat einen Freund verloren

Die Senioren-Union trauert um Valéry Giscard d'Estaing. Er war unserer Vereinigung sehr persönlich verbunden. Auf unserer letzten Bundesdelegiertentagung in Magdeburg im Herbst 2018 hatte er einen Vortrag über seine Vorstellungen zur Stärkung der Europäischen Union zugesagt, den er aber dann wegen einer plötzlich auftretenden Krankheit kurzfristig absagen musste.
Die Verbindung zwischen Valéry Giscard d'Estaing und der Senioren-Union ist auf die Bekanntschaft zu Prof. Otto Wulff zurückzuführen. Er hatte in den früheren Jahren bereits einen sehr persönlichen Kontakt zu ihm, der auf gemeinsame familiäre Beziehungen zum Elsass zurückzuführen ist und aus denen sich eine sehr freundschaftliche Verbindung ergeben hat. Prof. Otto Wulff hat im Jahre 1981, als Valéry Giscard d'Estaing gegen François Mitterrand um die Präsidentschaft in Frankreich kandidierte, aktiv an einer Wahlveranstaltung für ihn in Marseille teilgenommen, wo er im alten Hafen der Stadt als Deutscher dessen große Leistungen um die deutsch-französische und die europäische Zusammenarbeit würdigte.



Hilfe für Senioren bei hohen Schulden

Fast eine halbe Million Senioren ab 70 kämpfen in Deutschland mit zu hohen Schulden und können ihre Rechnungen oft nicht bezahlen. In den letzten 12 Monaten stieg die Zahl der überschuldeten Senioren laut einer Studie der Wirtschaftsdatei Creditreform um 23 Prozent. Die Verbraucherzentralen schlagen Alarm: Wenn Mahnbescheide und unbezahlte Rechnungen sich häufen und Miete oder Strom nicht mehr bezahlt werden können, ist es höchste Zeit, die Schuldnerberatung aufzusuchen.

Der Schuldneratlas 2020 weist nach, dass sich die Zahl der überschuldeten Senioren 70 plus seit 2013 mehr als vervierfacht hat. Die Tafeln in Deutschland spüren die Konsequenzen: Die Gruppe der Senioren, die Lebensmittel abholen, ist im letzten Jahr drastisch angewachsen. Kräftige Mieterhöhungen, unstete Erwerbsbiografien, Folgen von Kurzarbeit und Niedriglohn sorgen bei vielen Senioren für finanzielle Not. Ein Problem: Vor allem Frauen scheuen sich oft aus falscher Scham, die ihnen zustehenden Sozialleistungen zu beantragen. insgesamt holen bis zu zwei Drittel der Berechtigten ihr Wohngeld nicht beim Amt ab.

Maske

Als Folge der Corona-Pandemie fürchten die Experten, dass sich die Zahl der überschuldeten Senioren in den nächsten Jahren weiter erhöht. Schließlich kämpfen derzeit allein zwei Millionen Freiberufler um ihre Existenz, Millionen Arbeitnehmer müssen mit Kurzarbeit über die Runden kommen. Nach der Pensionierung fallen deshalb viele Rentner in die Schuldenfalle. Besonders häufig können bestehende Kredite zur drückenden Belastung werden, wenn nur eine niedrige Rente bezogen wird. Wenn dann noch persönliche Schicksalsschläge wie kostenintensive Krankheiten hinzukommen, droht die Überschuldung.
 
Ärger bereiten nach Angaben der Verbraucherberatungen weiterhin Haustürgeschäfte und Kaffeefahrten mit überteuerten Produkten. Zwar dürfen Gegenstände, die zur Lebensführung gehören, nicht vom Gerichtsvollzieher kassiert werden - wie Fernseher, Waschmaschine und Trockner. Oft hilft aber bei zu hohen Schulden nur eine Privatinsolvenz aus der Misere. Sozialverbände wie die Caritas bieten deshalb vorsorglich kostenlose Schuldnerberatungen, um unnötige Ausgaben zu vermeiden, Leistungsansprüche auszuschöpfen, Kontopfändungen zu verhindern und den Erhalt der Wohnung zu sichern.
Wilfried Goebels



Ehrenamtliches Engagement hat eine große Tradition in Deutschland. Über 30 Millionen Menschen engagieren sich in Vereinen, Stiftungen oder kirchlichen Organisationen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft.
Aus diesem Grund ist es der CDU/CSU Bundestagsfraktion ein Herzensanliegen, die Ehrenamtlichen und Organisationen zu unterstützen. So fördern wir neben den Freiwilligendiensten zahlreiche Ehrenamts-Projekte und setzen uns für eine stärkere Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements ein. Nachdem dieses Jahr bereits die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt auf den Weg gebracht wurde, die insbesondere die Digitalisierung und Engagement in ländlichen Regionen unterstützt, enthält auch das Jahressteuergesetz 2020 viele Verbesserungen für die Engagierten und Organisationen.



Wegen der Aktualität weitere Informationen zum Thema

Verschwörungsmythen und Falschmeldungen breiten sich nach wie vor schnell aus. Nicht erst seit Ausbruch der Pandemie scheinen solche Mythen Zulauf zu verzeichnen. Ob Komplott hinter dem Kennedy-Attentat, inszenierte Mondlandung, Chemtrails oder die heimliche Weltherrschaft von Reptiloiden, einer Kreuzung zwischen Mensch und außerirdischer Reptilienrasse: Manche Leute glauben fest an solche Mythen.
Aber gerade das Internet und die sozialen Netzwerke haben zu einer rasanten Verbreitung solcher Mythen beigetragen. Dadurch sind Verschwörungerzählungen längst kein Randphänomen mehr. Sie sind in der Bevölkerung weiter verbreitet als angenommen.
Laut einer Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung halten 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Aussage „Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern“ für „sicher richtig“ oder „wahrscheinlich richtig“. Zwar nimmt der Glaube an diese Theorie mit steigendem Bildungsrad ab. Aber auch unter den Akademikern halten 19 Prozent die Behauptung für richtig.
Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung kam Anfang 2019 zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach glaubten fast die Hälfte (45,7 Prozent) der Bürger an geheime Organisationen, die großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben.
Verschwörungsmythen kommen dabei selten allein: Verschwörungsanhänger glauben fast immer an mehrere Mythen – auch an widersprüchliche Mythen. So haben Forscher herausgefunden, dass Menschen, die daran glauben, dass Prinzessin Diana ermordet wurde, auch daran glauben, dass sie ihren Tod nur vorgetäuscht hat. Und schließlich existieren zwar viele Verschwörungsmythen nebeneinander. Immer öfter aber glauben ihre Anhänger an eine große Verschwörung: Die Eliten gegen das Volk.
Das festgefahrene Weltbild der Verschwörungsgläubigen wird dabei nicht nur für Angehörige und Bekannte zum Problem, sondern auch ein Problem für die Demokratie: Rationaler Dialog ist hier oft nicht mehr möglich.
Vor allem aber radikalisieren sich Verschwörungsgläubige immer starker.
Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt: Verschwörungstheoretiker tendieren nicht nur deutlich starker zu Ausländerfeindlichkeit oder Antisemitismus.
Verschwörungsmythen sind auch Gewaltbeschleuniger: Studien kommen zu dem Ergebnis, dass der Glaube an Verschwörungserzählungen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einhergeht, Gewalt zu befürworten oder selbst gewalttätig zu werden. Dass diese Theorie sich auch in der Realität zeigt, beweisen nicht nur die Vorfälle um Reichsbürger oder dem Berliner Reichstag. Viele Journalisten, Wissenschaftler und anderen Akteure in diesem Bereich sehen sich Beleidigungen und Bedrohungen bis in den privaten Bereich durch Anhänger von Verschwörungsmythen ausgesetzt.

Tipps für den persönlichen Umgang
  • Intervenieren Sie früh. Sobald Sie merken, dass jemand Verschwörungsmythen anhängt, sollten Sie das Gespräch suchen.
  • Verzichten Sie auf „Faktenchecks“ oder Materialien etablierter Medien und Institutionen.
  • Stellen Sie Fragen. Versuchen Sie Ihre Gegenüber durch kluge und gezielte Fragen selbst zum Hinterfragen zu bringen. Beispiel: „Warum hältst Du Deine Quelle für seriös?“ Recherchieren Sie gemeinsam.
  • Suchen Sie nach gemeinsamen Ansatzpunkten. Versuchen Sie herauszufinden, welchen „Sinn“ und „Nutzen“ der Verschwörungsmythos für den Anhänger hat und versuchen Sie darauf einzugehen.
  • Bleiben Sie beim Thema. Verschwörungsgläubige neigen dazu, „vom Hölzchen aufs Stöckchen“ zu kommen.
  • Die Abkehr von solchen Mythen dauert lange und ist ein schmerzhafter Prozess, weil das gesamte Weltbild in Frage gestellt wird. Bedenken Sie das bei Ihrem Vorgehen.
 



Gesunde Ernährung wichtiger Baustein im Alter

Auf die Beiträge und Potenziale, die ältere Menschen für unsere Gesellschaft leisten, können, dürfen und wollen wir nicht verzichten. Ihre Lebenserfahrung und ihr Rat sind wichtig. Sie sollen möglichst lange gesund und aktiv bleiben, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben und selbstbestimmt in Würde alt werden können. Fakt ist aber auch: 84 Prozent der 70 bis 80-jährigen Männer und 74 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sind übergewichtig oder leiden sogar unter Adipositas.
Das zeigt deutlich: Die Ernährung muss zukünftig stärker nach Lebens- und Altersphasen in den Blick genommen werden. Mit einem weiter steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung wird es immer wichtiger, auch die besonderen Bedürfnisse und die Ernährungskompetenzen von Seniorinnen und Senioren zu betrachten und zu verbessern. Auch bei der Verpflegungsqualität in Einrichtungen und von Essen auf Rädern gibt es Verbesserungsbedarf.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft setzt sich dafür im Rahmen der von Bundesernährungsministerin Klöckner ins Leben gerufenen Ernährungsinitiative für Seniorinnen und Senioren ein.
 
Weitere Tipps und Anregungen über
https://w w w. bmel. de/DE/service/publikationen/magazin-gutes-essen/gutes-essen. html