8. September 2017
Wir geben unserer Landwirtschaft eine Zukunft
 
Schleswig-Holstein ist stark ländlich geprägt. Deshalb wird im nördlichsten Bundesland besonders genau wahrgenommen, welche Botschaften die Parteien zur Bundestagswahl am 24. September an die Landwirte richten. CDU und CSU bekennen sich in ihrem Regierungsprogramm dazu, die Vielfalt der Familienbetriebe zu erhalten. Auch nach 2020 will die CDU die Gemeinsame Agrarpolitik der EU mit ihrem 2-Säulen-Modell und ihren Direktzahlungen erhalten. Es gibt keinen Wirtschaftszweig, der so stark von äußeren Faktoren abhängig ist, wie die Landwirtschaft. Extremwetterlagen und Tierseuchen können Existenzen gefährden. Die Marktpreise müssen den Landwirten ein auskömmliches Einkommen sichern. Deshalb tritt die CDU für eine dauerhafte Risikoausgleichsrücklage ein.
 
Natur- und Umweltschutz spielen für die Landwirtschaft eine große Rolle. Die CDU spricht sich für ein Klonverbot von Tieren aus. Außerdem will sie den Flächenverbrauch reduzieren und das Ausgleichsflächensystem vereinfachen und reformieren. Ein Innovationsfonds für Landwirte wird zudem helfen, die Landwirte mit der Förderung von Agrarforschung und satellitengestützter Präzisionslandwirtschaft zu unterstützen. Ein Anliegen ist es beispielsweise, mehr Ertrag mit dem sparsamen Einsatz von Düngemitteln und Wasser zu erzielen.
 
Meine Meinung
 
Als Gast der jährlichen Landwirtschaftsmesse NORLA in Rendsburg bin ich beeindruckt, wie sehr unsere Landwirtschaft sich verändert. Computergestützte Fütterungsmaschinen oder ein Jät-Roboter zeigen es. Mit Hilfe der Präzisionslandwirtschaft hält die Digitalisierung auch in dieser Branche Einzug. Felder können gezielter bewässert oder Insektizide passgenau eingesetzt werden. Werner Schwarz, der schleswig-holsteinische Bauernverbandspräsident, sagt dazu: „Wir sind noch ganz am Anfang.“
 
Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Landwirtschaft eine schwere Arbeit ist. Es gibt keine geregelten Arbeitszeiten, weil Tierkrankheiten und Ernteausfälle sich nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ankündigen. Die Abhängigkeit von unkalkulierbaren Risiken ist groß. Deshalb ist es richtig, wenn die CDU auf Risikoausgleich und Agrarforschung setzt. Was unsere Landwirte am wenigsten brauchen, ist überflüssige Bürokratie. Deshalb wollen wir Ausnahmeregelungen für kleine Betriebe ermöglichen.
 
Es gibt in Schleswig-Holstein über 12.000 landwirtschaftliche Betriebe mit etwa 45.000 Beschäftigten. Wir setzen auf bäuerliche Familienbetriebe, denn sie sind der beste Garant für Qualität und Wertschöpfung in der Region. Insgesamt geht die Zahl der Höfe aber zurück. Wenn wir künftig bei jüngeren Menschen Begeisterung für landwirtschaftliche Berufe oder gar den Hof der Eltern wecken wollen, brauchen wir gute Lebensbedingungen auf dem Land. Auch deshalb ist es so wichtig, dass wir schnelles Internet bis in die kleinste Gemeinde fördern, dass der nächste Arzt und die nächste Schule erreichbar bleiben. Wir können das leisten, weil die gute gesamtwirtschaftliche Lage und die hohen Staatseinnahmen die notwendigen Investitionen möglich machen. Auf manches hätte die Landwirtschaft eher vorbereitet werden können. Es war aber nicht möglich, weil der Staat als Investor in der rotgrünen Regierungszeit 1998 bis 2005 praktisch ausfiel. Historisch niedrig war auch die Investitionsquote der abgewählten SPD-Regierung in Kiel. Das darf nicht wieder passieren. Deshalb bei der Bundestagswahl am 24. September beide Stimmen für die CDU!
 
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
 
Ihr

Johann Wadephul

 
 
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