4. September 2017
Angela Merkel gewinnt TV-Duell souverän
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel traf gestern Abend im traditionellen TV-Duell vor der Bundestagswahl auf ihren Herausforderer Martin Schulz. Die Moderatoren befragten beide Kandidaten zu einer breiten Themenpalette. Der erste große Fragenkomplex beschäftigte sich mit den Thema Migration und Türkei. Martin Schulz warf der Kanzlerin Fehler im Management der Flüchtlingskrise 2015 vor. Angela Merkel betonte, sie habe 2015 entscheiden müssen, als die Flüchtlinge zu Fuß kamen. Die SPD hätte die Überforderung Deutschlands verhindern können, wenn sie früher und vollständig die Einstufung des Westbalkans und Nordafrikas als sichere Herkunftsländer mitgetragen hätte. SPD-Chef Schulz kündigte an, er werde die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stoppen. Die Kanzlerin entgegnete, sie sei schon immer gegen einen Beitritt der Türkei zur EU gewesen. Es müsse aber eine europäische Entscheidung geben. Außerdem habe Erdogan zahlreiche Gegner in der Türkei. Sie dürften nicht einfach so vor den Kopf gestoßen werden.
 
Angesprochen auf 2 Millionen Arbeitslose in Deutschland entgegnete die Bundeskanzlerin, bei ihrer Amtsübernahme seien es mehr als 5 Millionen gewesen. Sie stimmte Martin Schulz zu, dass jeder der eine Million Langzeitarbeitslosen einer zu viel sei. Die Digitalisierung verändere aber die Arbeitswelt. Nicht jeder Job könne so auf Dauer sein. Gerade dieser Wandel sei aber eine Chance, mehr Jobs zu schaffen. Angela Merkel betonte, es gäbe keinerlei Pläne das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus zu erhöhen. Die eingeführte Flexirente ermögliche es jedem, länger zu arbeiten. Später plädierte Angela Merkel zudem für ein Musterpolizeigesetz, weil die Polizeien der Länder die gleichen Befugnisse bräuchten. Die CDU stehe hinter den Polizisten und habe deshalb auch die Wahlen in Nordrhein-Westfalen gewonnen.
 
Meine Meinung
 
Angela Merkel hat das TV-Duell souverän gemeistert. Das ist meine persönliche Meinung. Auch die meisten Umfragen sehen es so. Besonders interessant waren die Statements der Kandidaten am Ende der Sendung. Da wirkte Martin Schulz etwas ratlos, wofür er nun steht. Er gab sich als überzeugter Europäer. Das glaube ich ihm zwar, aber das ist Angela Merkel eben auch. Die Bundeskanzlerin hat dagegen die Schwäche der gesamten Sendung offengelegt. Verständlicherweise führen die Migrationsfragen, die Rolle der Türkei, das Verhältnis zu Donald Trump und Nordkorea zu einem großen Interesse an Außenpolitik. Aber wie lösen wir eigentlich die Probleme der Menschen in unserem Land? Deshalb erwähnte die Kanzlerin Bildung und Digitalisierung. Denn Angela Merkel weiß: beides sind die Schlüssel für Wohlstand, für gute Gehälter, für Steuereinnahmen, familienfreundliche Jobs und noch weniger Arbeitslose. Die SPD kritisiert Langzeitarbeitslose und soziale Gerechtigkeit. Bis auf die Rücknahme ihrer eigenen Reformen fehlt ihr aber die Antwort.
 
Ein Blick in das Wahlprogramm der CDU zeigt eine Palette von Themen, von denen in Deutschland wirklich alle profitieren: die digitale Arbeitswelt gestalten, Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, eine schnellere Verwaltung, Investitionen in Forschung und Verkehr. Die meisten Menschen in meinem Wahlkreis stellen sich nicht die Frage, wie man 2015 die Flüchtlingsfrage anders hätte lösen können. Sie wollen vielmehr wissen, wie sie morgens auf dem Weg zur Arbeit zügig über den Nord-Ostsee-Kanal kommen. Sie wollen im ländlichen Raum wissen, ob die nächste Schule und der nächste Arzt erreichbar bleiben. Dafür arbeite ich als Bundestagsabgeordneter. Deshalb möchte ich meine Arbeit fortsetzen. Und deshalb unterstütze ich auch Angela Merkel, denn sie hat diese Themen nicht nur erkannt, sondern sie handelt schon!
 
Meine Konsequenz aus dem TV-Duell lautet: Wir brauchen Investitionen in unsere Straßen und Brücken, schnelles Internet, eine handlungsfähige Polizei, eine unbürokratische Verwaltung und flächendeckend gute Schulen und gute Ärzte. Deshalb am 24. September 2017 mit beiden Stimmen CDU!
 
Ihr

Johann Wadephul

 
 
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